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Definition von Ökomaterial
Die CAP’EM-Partner haben das “Öko-Material” zur Information wie folgt definiert:

”Ein ökologisches Baumaterial/-Produkt ist ein Material/Produkt ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Umwelt und keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit.”

Dies ist das erste Mal, dass Experten aus 5 europäischen Ländern zusammengekommen sind, um zu definieren, was ein Ökomaterial eigentlich ist. Die Partner haben auch folgende Kriterien zur Definition eines Bio-ökologischen Baumaterials/-Produkts bestimmt: 
  • (fast)unerschöpfliche natürliche Rohmaterialien
  • keine/minimale chemische Zusätze
  • keine schwere negative Auswirkungen auf die Umwelt
  • keine negative Auswirkungen auf die Gesundheit
  • pflanzlich (aus Land-/Forstwirtschaft)
  • tierisch
  • mineralisch
  • keine petrochemische/ synthetische Stoffe
Wenn Sie Kommentare zu dieser Definition anbringen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an: info@capem.eu

Ökomaterial-Beurteilungswerkzeug
Die Arbeitsgruppe 1 hat die allgemeine Methodik des Werkzeugs zur vereinfachten Ökobilanz – Beurteilung (LCA) entwickelt und untersucht nun, wie die Ergebnisse auf der Webseite veröffentlicht werden sollen, insbesondere auch wie die Benutzer nach bestimmten Materialien und Daten suchen können.

Als Berechnungssystem haben wir SimaPro und als Hauptdatenbank Ecoinvent gewählt. Wir werden zusätzliche Daten und unsere eigenen CAP’EM- Auswahlkriterien hinzufügen.

Unter Verwendung der Lebenszyklus- Metapher wird SimaPro die Auswirkungen des Materials bis zur Auslieferung aus der Fabrik berechnen; dies beinhaltet Rohstoffverbrauch und Herstellung. Diese Phase wird auch „von der Wiege bis zum Werkstor“ genannt. Für die übrige Lebensdauer („vom Werkstor zur Bahre“) wird CAP’EM ein Graphisches Userinterface (GUI) entwickeln, welches Transport, Einzelhändler, Gebrauch, Lebensende, etc. zur  Berechnung der endgültigen LCA-Ergebnisse hinzufügt. So kann die Beurteilung die tatsächlichen für den Benutzer relevanten Bedingungen widerspiegeln, während die Verwendung von Mittelwerten für die Berechnung der Auswirkungen umgangen wird. Ein Material, das von einem Kunden in Südengland gekauft wird, hat zum Beispiel nicht dieselben Auswirkungen, wie wenn der Kunde in Nordwestdeutschland wohnen würde.  .
Die Arbeitsgruppe wird vom LCA-Spezialisten Andrew Norton (Renuables) in England in der Entwicklung dieser bahnbrechenden Methodik unterstützt.

Ausstellungszentren
Das CAP’EM-Projekt wird ein Netzwerk von Ausstellungszentren in England, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland schaffen.. Die Zentren werden vom jeweiligen Projektpartner in seiner eigenen Region geschaffen, meist im Rahmen eines bedeutenden Neubau- oder Renovierungsprojekts, bei dem Ökobautechniken zur Anwendung kommen.

In jedem Zentrum wird ein „Schauraum“ eingerichtet, der dem Lernen, Verstehen und der Verbesserung von Fertigkeiten gewidmet ist.

Die Zentren werden es den Endnutzern und Baufachleuten ermöglichen, sich über die neuesten umweltfreundlichen Baumaterialien zu informieren und sich diese in der Praxis anzuschauen.




Förderung von Ökomaterial
Eines der Schlüsselelemente des Projekts ist die Veröffentlichung der CAP’EM- Methoden, -Werkzeuge und –Ergebnisse, um die Verwendung von Ökomaterial im Bausektor zu fördern.

Zu diesem Zweck haben die Partner im September 2009 CAP’EM an der PassiveHouse – Messe in Brüssel vorgestellt und in den folgenden nationalen Veranstaltungen für das Projekt geworben:
  • Interbuild, Birmingham, UK (September 2009)
  • Batîr Ecologique, Paris, Frankreich (November 2009)
  • Hout & Groen Wonen, Antwerp, Belgien (November 2009)
  • Construire au naturel, Lille, Frankreich (November 2009)
  • Batibouw, Brussels, Belgien (Februar 2010)
  • Building Business in the South East, Kent, UK (Februar, 2010)
  • EcoBuild, London, UK (März 2010)
  • Bauen & Wohnen, Muenster, Deutschland (März 2010)
  • Nordbat, Lille, Frankreich (März 2010)
  • Kent 2020, Maidstone Kent, UK (April 2010)
  • Environord, eco-materials conference, Lille, Frankreich (Juni 2010)
  • Passief House Happening, Brussels, Belgien (September 2010)
  • Batibouw, Brussels, Belgien (März 2011)




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